• German formal - Sie
  • English
Kakamega Forest National Reserve

Der letzte Dschungel Kenias, der Kakamega Forest. Man kann Kenia auch einmal anders erleben. Abseits vom Strand und den bekannten Parks lädt dieses Vogel- und Pflanzenparadies zu Erkundungstouren ein. Anfang des 19 Jahrhunderts umfasste der Regenwald noch über 2400 km2.

Kakamega (Bild: SMJ)
Kakamega (Bild: SMJ)
Durch Gewinnung von Feuerholz und Weideflächen, Kultivierung des Bodens und die radikale Abholzung wurde der Wald stark dezimiert und umfasst nur mehr 240 km2. Früher gehörte er zu einem Regenwaldgürtel welcher sich vom westlichen bis zum östlichen Afrika erstreckte.

Das Waldgebiet liegt nördlich des Lake Victorias auf einer Höhe von etwa 1600m. Es ist ca. 50 km von Kisumu entfernt, von wo aus viele Touren starten. 1967 wurden die ersten beiden kleinen Natur Reservate Yala und Isecheno gegründet. 1985 wurden 44 km2 des nördlichen Waldgebietes zusammen mit dem angrenzenden Kisere Forest als Kakamega Forest National Reservat zusammengefaßt.

Das Gebiet ist ein wichtiger Wasserspeicher und der Isiukhu und Yala Fluss durchziehen das hügelige Terain mit teils steil abfallenden Flusstälern. Pro Jahr fallen hier mehr als 2000 mm Regenwasser.

Viele Pflanzen, Insekten oder andere Tiere findet man nur hier und nirgends sonst in Kenia. Gerade für Vogel- oder Schmetterlingsliebhaber tut sich ein Paradies auf. Mehr als 300 verschiedenen Vogelarten, 350 verschieden Arten von Bäumen und über 400 Arten von Schmetterlingen haben ihren Lebensraum, in diesem Stück Natur gefunden. Gezählt wurden unter anderem auch 27 verschiedene Schlangenarten. Aber keine Angst, in der 20 jährigen Geschichte des Parks gab es noch keinen Vorfall mit einem Schlangenbiss. Die Schlangen sind seinen Besuchern also freundlich gesinnt.

Colobus Affe
Colobus Affe
Ein besonderer Leckerbissen sind auch die schwarzen und weißen sehr majestätisch wirkenden Colobus Monkeys (Colobusaffen) die in den Bäumen im Wald leben.

Für Parkbesucher empfiehlt es sich festes Schuhwerk, ein Fernglas und Vogelkunde und Schmetterlingsbücher. Ein ortskundiger Führer erleichtert das Auffinden der eindrucksvollsten Stellen. Man kann den Wald allerdings auch auf eigene Faust erkunden. Dafür sollte man sich aber unbedingt eine Orientierungskarte besorgen. Ein Weg des Reservats führt zum Lirhanda Hill, von dem man einen phänomenalen Blick auf den Regenwald und bei guter Sicht auch bis zum Vulkanmassiv des Mount Elgon hat.

Neben den Unterkunftsmöglichkeiten in nahe gelegenen Hotels, hat der Abenteuerbegeisterte die Möglichkeit zu Campen. Nirgendwo sonst kann Camping wilder und schöner sein.

Karte