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Samburu National Reserve
Der Nilwaran wird in Samburu bis zu 2 m lang
Nilwaran (Bild: Christian N.)
Das Samburu National Reservat liegt neben dem Buffalo Springs und dem Shaba Reservat. Die drei Reservate haben den gleichen geologischen Ursprung und liegen im Tal des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Einige bizarre Erhebungen zeugen von der starken vulkanischen Aktivität vergangener Jahrtausende. Ebenso deuten der rote, eisenhaltige Untergrund auf eine vulkanische Vorgeschichte hin. In der wüstenartigen Landschaft überwiegt das gelbbraune Savannengras, durchsetzt von Akazien und dornigem Gebüsch. Entlang der vielen Quellbecken und Flussläufe, die die Region saisonbedingt durchziehen, wachsen Galeriewälder und vereinzelt Doumpalmen. Eine der größten Flüsse ist der schlammbraune Ewaso Nyiro, in dem es geradezu von Flußpferden und Krokodilen wimmelt. Da er das ganze Jahr über Wasser führt, dient er den Tieren als permanente Wasserquelle. Dies wiederum garantiert den Besucher ganzjährig ein großes Tiervorkommen.
Leopard
Leopard (Bild: Michael Nikolai)
Dazu gehören neben den Großkatzen Löwe, Leopard und Gepard vor allem Grevyzebras, Netzgiraffen und Giraffengazellen (Gerenuk). Die Giraffen mit den großen braunen Flecken und das eselähnliche Grevyzebra kommen nur in den nördlichen Regionen Kenias vor. Das Gerenuk ist eine besonders feingliedrige Gazellenart, die aufrecht auf ihren langen Hinterbeinen stehen kann, um an die unteren Blätter von Bäumen zu gelangen. Auch die Avifauna ist außerordentlich artenreich und reicht vom schwarzweiß getupften Perlhuhn über den Nashornvogel bis zum Kampfadler, den größten Adler Afrikas.

Wie auch das Buffalo Springs und das Shaba Reservat wird auch das Samburu National Reservat von der einheimischen Bevölkerung verwaltet. Den Namen erhielt das 104 km2 große Reservat von seinen Einheimischen den "Samburu".

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Die Samburu sind ein Krieger- und Nomadenvolk im Norden Kenias. Ihre Sprache ist, wie die ihrer nahen Verwandten Massai, das Maa. Der Stammesname leitet sich von Samburr ab, dem traditionellen Lederbeutel, der zum Transport von Fleisch und Honig von den Samburu auf dem Rücken getragen wird. Ihre Lebensgrundlage ist das Vieh, sie ernähren sich von dessen Milch, manchmal vermischt mit Blut. Außerdem werden Wurzeln und Rinde zu Suppen verkocht. Nur zu besonderen Anlässen gibt es Fleisch. Die portablen Häuser der Samburu bestehen aus Schlamm oder Fellen und Grasmatten, die von Pfählen getragen werden.

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